„Heute ist aus dem bewaldeten Schlachtfeld ein Ort des Gedenkens und der geschichtlichen Erinnerung für die gesamte Maasregion geworden.“ (Text zur Wiedereröffnung des Mémorials von Verdun 2016)

Markante Kriegsschauplätze wie Verdun, Tannenberg oder an der Marne spielen in der Rückschau auf die Ereignisse zwischen 1914 und 1918 eine besondere Rolle. Für die Familien der getöteten Soldaten sind diese Orte mit der eigenen Geschichte emotional stark verknüpft, für andere sind sie heute eher Lern- und Geschichtsorte. Verschiedene Deutungen treffen daher an diesen Kriegsschauplätzen aufeinander. Wem gehört Erinnerung? Wie können unterschiedliche emotionale Bezüge berücksichtigt werden? Auf welche Weise sind die Kriegsschauplätze des Ersten Weltkriegs bedeutende Orte für die politische Diskussion der Gegenwart?

Dieser Gesprächsabend ist Teil des Workshops „Der Erste Weltkrieg – Euphorie, Depression und Neuanfang. Entwicklungen und Wahrnehmungen in europäischen Städten“, die der OGV in Zusammenarbeit mit dem Jülicher Opladener Geschichtsverein  und der Thomas-Morus-Akademie vom 21. bis 23. April 2017 (Fr.-So.) stattfindet.

Wir freuen uns auf Ihr Interesse und laden Sie herzlich ein. Weitere Informationen bei Klick auf den Titel.

Freitag, 21. April 2017, 19.30 bis 21.00 Uhr
Thomas-Morus-Akademie/Kardinal-Schulte-Haus, Bensberg
Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach

Kostenbeitrag
20,00 € (Programm, Wein, Wasser und Brezeln). Bitte entrichten Sie den Kostenbeitrag bei der Ankunft.

Workshop "Der Erste Weltkrieg in europäischen Heimaten" - 21. - 23. April 2017

Die Wahrnehmung des Ersten Weltkriegs war stark von der persönlichen Betroffenheit während der Geschehnisse abhängig. So war seine Beurteilung einem Wandel unterworfen: von der Euphorie bei Kriegsausbruch reichte sie bis zu tiefer Depression am Ende des Krieges, die zugleich auf den vorsichtigen Neuanfang ausstrahlte. Der Blick auf sieben ausgewählte Städte in Europa eröffnet einen Eindruck der Ereignisse an der jeweiligen Heimatfront. Welche Parallelen und Unterschiede lassen sich im Rückblick beobachten? Wie wurden die Ereignisse zeitgenössisch bewertet, wie in der Gegenwart?

Der Workshop "Der Erste Weltkrieg in europäischen Heimaten" wird vom 21. bis 23. April 2017 im Kardinal-Schulte-Haus in Bergisch Gladbach - Bensberg in Kooperation mit der Thomas-Morus-Akademie stattfinden.

Er wird sich im Rahmen von Fachvorträgen und der Präsentationen von Forschungsergebnissen mit der Darstellung der Stadtentwicklung im Ersten Weltkrieg und den Einflüssen und Auswirkungen des Krieges bzw. Kriegsverlaufes auf die jeweilige Region bzw. mit kriegsbedingten Besonderheiten in der jeweiligen Region beschäftigen. Insbesondere erfolgt die Darstellung von besonderen Erkenntnissen, die im Rahmen der Recherchen zu den Ausstellungen gewonnen wurden.

Das Tagungsprogramm für den Workshop finden Sie hier.

Anmeldungen sind ab sofort möglich. Der Teilnehmerbeitrag für externe Teilnehmer beträgt € 150,00 (inkl. Übernachtung und Vollverpflegung). Mitglieder erhalten eine Ermäßigung von € 100,00.

Rückfragen bitte an mg(at)ogv-leverkusen.de.

Mittwochsclub im September 2017

Im Rahmen des „Mittwochsclubs“ von Jülicher Geschichtsverein und Museum Zitadelle findet in der Schlosskapelle der Zitadelle Jülich ein weiterer Vortrag statt. Maximilian Baur (Bonn) referiert am Mittwoch, dem 22. September 2017, um 19.30 Uhr über das Thema:

Antonius Kardinal Fischer (1840-1912) - eifriger Kulturkämpfer und loyaler Staatsdiener.

Antonius Fischer, 1840 in Jülich geboren, entschied sich schon in jungen Jahren für eine kirchliche Karriere und wurde 1863 zum Priester geweiht. Neben seiner Tätigkeit als Religionslehrer in Essen widmete er sich früh der öffentlichen Auseinandersetzung in kirchenpolitischen Fragen und beteiligte sich so am 1871 endgültig ausbrechenden Kulturkampf. Sein wenig rücksichtsvolles Auftreten als kompromissloser Streiter für die Rechte der Kirche sollte ihn noch nach der Beilegung der Streitigkeiten in den 1880er Jahren am Aufstieg in der kirchlichen Hierarchie hindern. Erst 1902 wurde er zum Erzbischof von Köln gewählt und präsentierte sich nunmehr bis zu seinem Tod im Jahre 1912 als durchaus staats- und kaisertreu. Das Leben, die Schriften und die Haltung des ‚Jülicher Kardinals' werden in diesem Vortrag in den Blick genommen.

Der Eintritt ist frei!

Kamingespräch im Dezember 2017

Mittwoch, 6. Dezember 2017
18:30 Uhr, Villa Römer -Haus der Stadtgeschichte-

Maximilian Baur M.A., Bonn
Antonius Kardinal Fischer (1840-1912) - eifriger Kulturkämpfer und loyaler Staatsdiener

in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Leverkusen

Antonius Fischer, 1840 in Jülich geboren, entschied sich schon in jungen Jahren für eine kirchliche Karriere und wurde 1863 zum Priester geweiht. Neben seiner Tätigkeit als Religionslehrer in Essen widmete er sich früh der öffentlichen Auseinandersetzung in kirchenpolitischen Fragen und beteiligte sich so am 1871 endgültig ausbrechenden Kulturkampf. Sein wenig rücksichtsvolles Auftreten als kompromissloser Streiter für die Rechte der Kirche sollte ihn noch nach der Beilegung der Streitigkeiten in den 1880er Jahren am Aufstieg in der kirchlichen Hierarchie hindern. Erst 1902 wurde er zum Erzbischof von Köln gewählt und präsentierte sich nunmehr bis zu seinem Tod im Jahre 1912 als durchaus staats- und kaisertreu. Das Leben, die Schriften und die Haltung des ‚Jülicher Kardinals' werden in diesem Vortrag in den Blick genommen.